GEO in Googles Search Central Guidelines? Zwischen den Zeilen
Zwischen den Zeilen wird Struktur zur neuen Pflicht
GEO schleicht sich offiziell ins SEO-Regelwerk
Googles Search Central Guidelines gelten seit Jahren als Referenz für alle, die ihre Webseiten für Suchmaschinen optimieren. Mitte Mai 2025 sorgt eine still durchgeführte Änderung für Aufsehen: In mehreren Dokumentationen und Hilfetexten tauchen neue Formulierungen auf, die auf maschinell auswertbare Contentstruktur, semantische Klarheit und maschinenfreundliche Antwortformate hinweisen.
Diese Hinweise passen exakt zur Philosophie der Generative Engine Optimization (GEO): Inhalte sollen nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Systeme strukturiert, nachvollziehbar und direkt verwendbar aufbereitet werden.
GEO, bislang eine strategische SEO-Erweiterung, scheint damit offiziell in Googles Fokus gerückt zu sein – wenn auch (noch) ohne Nennung des Begriffs.
Was Google konkret sagt – und was es bedeutet

Neue Formulierungen in den Guidelines
Im Dokument „Creating helpful, reliable, people-first content“ (aktualisiert am 12. Mai 2025) findet sich unter anderem:
„Ensure your content is presented in a structured, consistent, and clearly machine-readable way to help systems better understand and display your content.“
Weitere ähnliche Hinweise:
- „Structured responses help users and systems alike understand the purpose of your content section.“
- „Use semantic elements and standardized markup to enhance discoverability.“
GEO-Relevanz dieser Aussagen
Diese Aussagen legen nahe, dass semantisch strukturierter Content, wie er durch GEO entsteht, einen Rankingvorteil oder Sichtbarkeitsvorsprung bringen kann – sei es in klassischen SERPs oder in KI-Antwortfeldern (SGE).
Warum GEO jetzt offiziell wird
Technologische Entwicklung zwingt Google zum Umdenken
- Mit Google SGE (Search Generative Experience) testet Google eine eigene KI-generierte Antwortbox
- Die Qualität dieser Antworten hängt stark von der Lesbarkeit und Struktur der Ausgangsdaten ab
- GEO-konforme Inhalte liefern exakt das: strukturierte Antworten, die leicht extrahierbar sind
Google will Qualität skalieren
Der Helpful Content Update (HCU) zielte auf „People-First-Content“. Doch die maschinelle Bewertung bleibt zentral:
Guter Content für Menschen ist auch gut strukturiert für Maschinen.
GEO im Kontext der aktuellen Google-Entwicklung
SGE-Antworten werden selektiver
Google testet in den USA und Deutschland derzeit Antwortboxen mit:
- abschnittsbasierten Zitationen
- semantisch begründeter Auswahl von Snippets
- Dynamischem Follow-up, das Content in Echtzeit verarbeitet
Verbindung zu strukturierten Daten
In den neuen Guidelines wird mehrfach auf folgende Strukturen verwiesen:
FAQPageHowToArticleWebPage
Diese sind Kernbestandteil von GEO-optimiertem Content und werden von Google direkt für die Anzeige in der SGE bevorzugt ausgewertet.
GEO-Optimierung in der Praxis (Checkliste 2025)

Strukturierung deiner Inhalte
- Verwende H2/H3 für Fragen und Antworten
- Baue Bulletpoints, Tabellen, nummerierte Listen ein
- Formuliere klar, direkt und kurz (max. 3–5 Zeilen pro Antwort)
Maschinenlesbarkeit sicherstellen
- Nutze Schema-Markup mit JSON-LD (z. B.
FAQPage,Article) - Baue klare Definitionen und Erklärungen ein
- Vermeide Doppeldeutigkeiten (z. B. „es“, „dieser Bereich“)
Beispiele für GEO-optimierte Formate
- Mini-Glossare mit H2-führenden Begriffen
- Kompakte How-To-Guides in 3–8 Schritten
- Vergleichstabellen (z. B. SEO vs. GEO)
GEO-Vorteile gegenüber klassischem SEO
| Kriterium | Klassisches SEO | GEO |
|---|---|---|
| Fokus | Keywords, Technik, Backlinks | Struktur, Klarheit, maschinelle Lesbarkeit |
| Zitation | Meta-Tags, Snippets | direkte Antwort-Nutzung in KI-Feldern |
| Kontrolle | Vollständig messbar | teilweiser Einfluss, Blackbox-Effekt |
| Sichtbarkeit | in SERPs | in SGE, Chatbots, KI-Dialogen |

Auswirkungen für Content-Marketing
Neue Workflows im Redaktionsprozess
- Themenrecherche basiert auf Prompt-Potenzial, nicht nur auf Keywords
- Redakteure schreiben promptfreundlich (Klarheit, Gliederung, Fragestil)
- Entwickler integrieren Markup & semantische Struktur
Schulung für Texter & SEOs
Die Trennung zwischen SEO, Redaktion und Technik wird weiter aufgelöst. GEO erfordert:
- strukturierte Denkweise
- technische Grundkenntnisse (z. B. JSON-LD, schema.org)
- KI-Verständnis für Zielgruppen-Dialoge
Herausforderungen & rechtliche Rahmenbedingungen
Unsichtbare Zitation
KIs wie Google SGE können Inhalte verwenden, ohne klar zu verlinken. Das erschwert Nachweisbarkeit und ROI.
Recht auf Quelle?
Die Frage, ob Websitebetreiber bei KI-Nutzung auf Quellennennung pochen können, ist aktuell nicht eindeutig geregelt.
Urheberrecht & Maschinennutzung
GEO zielt auf maschinelle Auslesbarkeit. Das bedeutet auch: Inhalte werden fragmentarisch genutzt – ohne Einfluss auf Kontext oder Zweck.
Fazit – GEO ist kein Gerücht mehr, sondern Richtlinie
Google hat den Begriff GEO (noch) nicht explizit aufgenommen, aber die neuesten Formulierungen in den Search Central Guidelines lassen keinen Zweifel:
- Struktur ist erwünscht
- Semantik wird gefordert
- Maschinenlesbarkeit ist Pflicht
Damit wird GEO zur Standarddisziplin moderner Sichtbarkeitsstrategien. Wer Inhalte heute nicht mehr nur für Suchmaschinen, sondern für Antwortsysteme und KI-Interfaces aufbereitet, profitiert doppelt: durch verbesserte Rankings und Sichtbarkeit in der Suchlandschaft von morgen.
Letzte Bearbeitung am Samstag, 10. Mai 2025 – 8:22 Uhr von Alex, Experte bei SEO NW für künstliche Intelligenz.
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